Bestätigt ein einzelner neuer Tetanusfall die Notwendigkeit zu impfen?

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(ht) Ein Kinderarzt berichtet mir von einem konkreten Tetanusfall in seiner Praxis und scheint ehrlich von den schweren Folgen für seinen Patienten betroffen zu sein. Er schildert mir den Fall und fragt mich dann, ob ich meine Bewertung der Impfnotwendigkeit nicht überdenken will. Meine Antwort darauf ist "Nein!" Ich habe das in meinem Antwortschreiben wie folgt begründet.

Frage:

Sehr geehrter Herr Tolzin, da Sie ja als Multiplikator in Impffragen unterwegs sind, möchte ich Ihnen ganz kurz einen (wenn auch seltenen) aktuellen Fall aus unserer Praxis schildern:

Ein ungeimpfter 9-jähriger gesunder Junge hackte sich vor 4 Monaten mit der Gartenhacke in das Bein und hat eine 5mm lange Schnitt-Risswunde, die insgesamt zunächst als banal eingeschätzt wurde.

Fünf Tage später Kiefer- und Nackenschmerzen, dann rasch zunehmend Krämpfe, die vierwöchige intensivmedizinische Behandlung mit Narkose, Beatmung, Tracheostoma und Magensonde konnte nicht verhindern, dass es aufgrund der Spastiken zu pathologischen Wirbelfrakturen kam, die operiert werden mussten.

Nach aufwändiger Frührehabilitation kann der Jungen nun mit Hilfe eines Walker wieder laufen. Tetanuskeime wurden mikrobiologisch nachgewiesen.

Ich werde das Tetanuskapitel meines Praxisimpfmerkblattes nach dieser Episode natürlich ändern bei der nächsten Gelegenheit (genauso wie ich das FSME-Kapitel geändert habe, nachdem ich ein 13-jähriges Mädchen persönlich kennenlernen musste, welches nach einer FMSE-Infektion ein appallisches Syndrom, also eine schwerste unheilbare neurologische Behinderung hatte).

Werden Sie Ihre entsprechenden Webseiten- und Printartikel auch ergänzen / aktualisieren? Viele Grüße, R.

Antwort:

Sehr geehrter Herr Dr. R., vielen Dank für die Beschreibung dieses interessanten Falles aus Ihrer Praxis.

Wie Sie natürlich wissen, bin ich kein ausgebildeter Mediziner sondern "nur" interessierter Laie, der sich über die Jahre in bestimmte Thematiken intensiv eingelesen hat.

Diese Laienschaft hat Vor- und Nachteile. Der Vorteil ist, dass ich ohne die Scheuklappen einer aus meiner Sicht sehr  einseitigen Lehrmeinung agieren kann, also unvoreingenommener bin und meine eigenen Schlussfolgerungen ziehen kann.

Der Nachteil der fehlenden Ausbildung kann heutzutage zumindest teilweise durch die im Internet je nach Quelle hochqualifizierten Informationen ausgeglichen werden, die man dann natürlich korrekt einordnen muss.

Zu Ihrem Fall:

Wie haben Sie den Impfstatus erfasst? Allein aufgrund des Fehlens eines Impfpasses? Oder haben die Eltern das Fehlen jeglicher Impfungen mit Tetanuskomponente explizit angegeben? Oder hat der Junge als Säugling nur eine unvollständige Impfserie erhalten? Oder haben Sie das eventuelle Fehlen einer Auffrischimpfung als ungeimpft gewertet?

Auch bei laut STIKO-Empfehlung unvollständigem Impfstatus kann der Junge ja durchaus einen ausreichenden Titer besessen haben. Deshalb wäre auch der Titerstatus interessant, auch wenn die Bestimmung bei solchen Fällen nicht üblich sein mag.

Aus schulmedizinischer Sicht wäre auch bei einer Tetanusinfektion innerhalb von 24 Stunden nicht nur eine Passiv-Impfung, sondern auch eine Aktiv-Impfung möglich. Doch ich vermute, dass der Tetanusverdacht dafür zu spät  aufkam.

Aus Ihrer Fallbeschreibung schließe ich, dass es sich nicht um eine tiefe und um eine blutende Wunde gehandelt hat. Solche Wunden sind in der Regel nicht tetanusgefährdet.

Sollte es sich doch um eine tiefe Wunde gehandelt haben, gehe ich selbstverständlich davon aus, dass Sie die Wunde nach allen Regeln der Kunst gesäubert haben. Auch dies spricht laut der mir bekannten Literatur gegen eine Tetanusgefährdung.

Die reine Anwesenheit von Tetanusbakterien oder Sporen im Zusammenhang mit einer Wunde sagt meiner Ansicht nach nichts über ihre ätiologische Rolle im Krankheitsgeschehen aus. Ich bin mir dabei bewusst, dass ich mich damit konträr zur Lehrmeinung stelle.

Allerdings: Bereits vor etwa 100 Jahren hat z. B. der Klinikleiter Prof. Buzello festgestellt, dass wenigstens 40 % seiner Patienten Tetanusbazillen ausscheiden, ohne an Tetanus zu leiden. Er hielt es sogar für möglich, bei besseren Nachweismethoden in jedem Menschen (!) Tetanusbazillen nachweisen zu können. Solche Beispiele mit Quellenangaben finden Sie in meinem Buch "Die Tetanus-Lüge".

Ich kann somit nicht ausschließen, dass die Rolle der Bakterien bisher völlig falsch interpretiert wurde, dass sie sogar gewissermaßen zu den Eiterbakterien gehören und im Zusammenspiel mit dem Immunsystem die biologische Aufgabe übernehmen, die Folgen von absterbendem Gewebe in einer tiefen und verschmutzen Wunde zu be- oder verarbeiten.

Das ist natürlich nur meine persönliche Hypothese und bedürfte einer genaueren und vor allem ergebnisoffenen Untersuchung. Meiner Ansicht nach hat es bisher,  beginnend mit Pasteur, Koch, Ehrlich und Behring, an einer solchen ergebnisoffenen Forschung gefehlt.

Ich weiß nicht, ob Sie hin und wieder naturheilkundliche Literatur lesen. Es wird z. B. berichtet, dass bei solchen Wunden die Gabe von hochdosierten Vitamin-C-Infusionen den Körper sehr bei seinen Heilungsbemühungen unterstützen kann. Meiner Ansicht nach ist die Vernachlässigung von Vitalstoffen bei der Behandlung von Verletzungen sehr zu bedauern. Den Vitalstoffstatus im Blut zu untersuchen, ist ebenfalls leider unter Schulmedizinern nicht üblich.

Zudem wäre interessant, ob Sie die Nebenwirkungen der von Ihnen oder auch in der Anamnese erscheinenden früher verabreichten Arzneimittel inkl. Impfungen als (Mit-)Ursache der aufgetretenen Komplikationen berücksichtigt haben.

Würde ich als Vater mit meinem ähnlich verletzten Kind zu Ihnen in die Praxis kommen, würde ich mir eine umfangreichere und ganzheitlichere Anamnese wünschen, als es unter Kassenärzten allgemein üblich ist.

Jedenfalls sehe ich diesem Einzelfall nicht als Anlass, nun eine Tetanusimpfung zu befürworten.  Dazu ist Tetanus zu selten geworden, übrigens völlig unabhängig vom allgemeinen Durchimpfungsgrad. Abgesehen von dem Fehlen eines ordentlichen Wirkungsnachweis in Form von placebokontrollierten Doppelblindstudien, mit echtem Placebo und unter Auswertung aller klinischen Endpunkte.

Dies bedeutet: Selbst wenn die Tetanus-Gefahr real wäre, so liegt doch für Wirksamkeit und Sicherheit der verfügbaren  Impfstoffe aus mehrfachen Gründen keine echte Evidenz vor.

Ich weiß nicht, ob Sie mein Buch "Die Tetanus-Lüge" vorliegen haben. Gerne stelle ich Ihrer Praxis ein kostenloses Exemplar zur Verfügung. Ich bin immer froh über ein qualifiziertes Feedback, denn auch ich bin natürlich nicht vor Irrtümern und Missverständnissen gefeit. Freundliche Grüße, Ihr Hans U. P. Tolzin.


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