Das wahre Mysterium der Masern-Impfung Teil II

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Teil 2: An dem Mysterium, aus welcher Notwendigkeit heraus die Masern-Impfung in den USA 1963 zugelassen wurde, hat sich auch nach der Berücksichtigung einiger kritischer Rückmeldungen nichts geändert. Bevor wir im Teil 3 zu der entsprechenden deutschen Sterbestatistik kommen, möchte ich jedoch auf diese Rückmeldungen eingehen.
Ein rätselhafter Rückgang der Sterberate - vor der Impfung!
(ht, 9.1.26) In meinem ersten Artikel hatte ich die Masern-Sterbestatistik der USA analysiert und mich gewundert, wozu 1963 die ersten Masern-Impfstoffe eingeführt wurden. Die Sterberate war ja bis dahin bereits um 98 % gefallen! Ich stellte die These auf, dass die Ursachen für diesen phänomenalen Rückgang von den Gesundheitsbehörden niemals ernsthaft untersucht und in die Gesundheitspolitik einbezogen wurden. Am Schluss hatte ich meine Leser gebeten, mir mitzuteilen, was ich eventuell bei dieser Analyse übersehen haben könnte, denn wir müssen ja davon ausgehen, dass sich die zuständigen Behörden bei der Zulassung dieser Impfstoffe etwas gedacht haben.
Auch die KI ist nicht schlauer
Bis heute habe ich einige sachliche und einige unsachliche Rückmeldungen erhalten. So seien die Ursachen für den phänomenalen (ich weiß, ich wiederhole mich) Rückgang der Masernsterblichkeit keineswegs ignoriert worden, noch stelle er ein ungelöstes Rätsel dar. Konkrete Quellen wurden jedoch nicht genannt, sodass diese Stellungnahme, offensichtlich KI-generiert, irrelevant ist.
Die gleiche KI argumentiert, die Impfstoffentwicklung habe nicht die Sterberate, sondern die Krankheitslast und die schweren Komplikationen im Auge gehabt. Auch hierfür wird keine konkrete wissenschaftliche Quelle genannt. Zudem entzieht sich mir die Logik, da der Tod die schwerste und nachhaltigste Komplikation einer Erkrankung darstellt und von einer verantwortungsvollen Gesundheitspolitik natürlich als erstes adressiert werden müsste.
Des Weiteren argumentiert die KI mit Namen „Klaus Dieter“ damit, der „Einbruch von Inzidenz und Mortalität nach Einführung der Impfung sei konsistent in zahlreichen Ländern dokumentiert“ und „Wiederanstiege bei sinkenden Impfraten bestätigen den kausalen Zusammenhang“. Hier gilt: Dies ist eine leere Behauptung, solange sie nicht durch nachvollziehbare Quellen belegt ist. Es werden zwar allgemeine Quellen genannt, aber ohne konkrete Seitenangabe oder Zitierung, die eine Nachvollziehbarkeit ermöglichen.
Könnte die Sterbestatistik massiv verfälscht sein?
Eine andere Rückmeldung vermutet, dass die statistische Erhebung der Sterbestatistik in den USA, die ja zunächst nicht vollflächig durchgeführt wurde, auf besonders anfälligen Bevölkerungsanteilen beruht, wie z. B. Indianer-Reservate oder Stadtteile mit vornehmlich farbiger Bevölkerung.
Die Auswahl der Erhebungsgebiete ist tatsächlich ein Unsicherheitsfaktor. Allerdings wurden bereits bei der Bevölkerungsstatistik von 1890 ländliche und städtische Gebiete sowie die ethnische Herkunft der Menschen berücksichtigt. Sollte die Statistik tatsächlich durch eine unverhältnismäßige Erfassung besonders empfänglicher Bevölkerungsteile in dem notwendigen Ausmaß verzerrt worden sein, so deutet in den entsprechenden Unterlagen, soweit ich sie gesichtet habe, nichts darauf hin. Auch nicht, dass ausgerechnet Bevölkerungsanteile mit unterdurchschnittlicher medizinischer Versorgung vollständiger erfasst wurden. Aber bei diesem Thema ist sicherlich noch Forschungsspielraum.
Publizierte Beobachtungen zu Masern vor 1963
Die einzige Rückmeldung mit ein wenig mehr Substanz kam von einem Professor der Virologie, der auch eine konkrete Übersichtsarbeit benennen konnte (Perry u. Halsey, 2004). Diese benennt einige wissenschaftliche Arbeiten aus der Zeit vor 1963, welche sich mit den Ursachen von schweren Masernverläufe beschäftigen. Genannt werden Mangel- bzw. Fehlernährung sowie beengte Wohnverhältnisse (z. B. Cunnigham, Dub u. Lond, 1937).
Allerdings handelt es sich, soweit ich einen Überblick über die Literatur habe, nur um vereinzelte Publikationen, die gesundheitspolitisch zu keinerlei Konsequenzen führten und vielmehr ignoriert wurden. Aber auch hier gibt es natürlich noch Forschungsspielraum. Es mag ja sein, dass die Ursachen für den Rückgang der Sterblichkeit tatsächlich von Impfstoff-Forschern und Behörden analysiert und mit guten Begründungen als nicht relevant bewertet wurden. Allerdings kann ich hierzu keinen konkreten Hinweis finden.
Medizinische Versorgung
Neben beengten Wohnverhältnissen und mangelhafter Ernährung wurde auch die verbesserte medizinische Versorgung von Erkrankten als möglicher Grund für den Rückgang genannt. Das wäre natürlich denkbar, aber was genau könnte damit gemeint sein? Paracetamol, wenngleich heute zu Recht umstritten, wurde ja Mitte der 1950er Jahre eingeführt. Da war der Rückgang der Sterblichkeit allerdings bereits in vollem Gange. Dies gilt ebenfalls, wie aus der Grafik in Teil 1 bereits ersichtlich, für die Einführung der Passiv-Impfung. Auch Antibiotika zur Verhinderung zusätzlicher bakterieller Infektionen kam erstmals 1941 zum Einsatz. Der gefährlichen Dehydrierung wurde erstmals und eher selten in den 1930er Jahren durch Infusionen entgegengewirkt, die zunächst jedoch mit Problemen behaftet waren. In den 1940er Jahren etablierte sich die Infusion in den Krankenhäusern für schwere Verläufe.
Ein anderer möglicher Faktor, der allerdings schwer zu greifen ist, wäre eine intensivere häusliche Pflege der Erkrankten, da der steigende allgemeine Wohlstand dies zuließ.
Zum Schluss noch eine Statistik aus dem Buch "Impffibel" (1966, S. 228) von Prof. Dr. Wolfgang Ehrengut, die eindrucksvoll zeigt, wie sich die Schwere der Masernverläufe, insbesondere die Sterberate, im Vergleich zur Erkrankungshäufigkeit entwickelt hat. Die Masern wurden demnach immer unproblematischer.
Wenn man zudem bedenkt, dass eine natürlich durchlebte Masernerkrankung im Gegensatz zur Impfung eine lebenslange Immunität mit sich bringen soll, erscheint die Notwendigkeit, eine Impfung einzuführen, allein schon aus diesem Grunde fraglich. Dazu kommt, dass die Masern zahlreicher Beobachtungen zufolge in vielen Fällen mit deutlichen Entwicklungsschüben einherzugehen scheinen, also möglicherweise einen biologischen Nutzen mit sich bringen.
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