Reflektionen zum Aufopferungsgedanken, Teil 1 von 10

Der Mensch ist grundsätzlich ein soziales Wesen. Die weltweite Impfpropaganda kann deshalb auf einer im Grunde positiven Eigenschaft der meisten Menschen aufsetzen: Der Bereitschaft, sich für das Gemeinwohl einzusetzen oder sogar Opfer zu erbringen. Der Deutsche scheint diesbezüglich besonders ansprechbar zu sein – und ist damit gleichzeitig auch manipulierbarer als andere Völker.
Teil 1 von 10
Warum tue ich für die Allgemeinheit, was ich tue?
(ht, 23.6.26)
Der Mensch ist ein soziales Wesen. Wächst er unter in einem einigermaßen intaktem sozialen Umfeld auf, wird er sich als Erwachsene aller Voraussicht nach sozial verhalten. Dies bedeutet, dass er einen Sinn für das Gemeinwohl hat, nicht nur für die eigene Familie oder Sippe oder Stamm, sondern auch die eigene Nation und letztlich für die Menschheitsfamilie.
Diese Eigenschaft ist natürlich in sehr unterschiedlichen Abstufungen ausgeprägt und mitunter zeigt sie sich auch auf „leicht mutierte“ Weise. Ich hatte mal vor über 20 Jahren mit ein anderen Vater der Waldorfschule meiner älteren Tochter die Idee, einen Tauschring mit der Schule als Zentrum zu gründen. Die „Währung“ sollte aus Gutscheinen bestehen, die an Eltern und Helfern für ihre Schuleinsätze ausgegeben werden. Wir hofften, dass Firmen des Waldorf-Umfelds, z. B. Demeter-Landwirte, Handwerker und Einzelhandel, diese Gutscheine als Zahlungsmittel annehmen und dass dies auch bei anderen Geschäftsleuten Schule macht.
Unser Ziel war, mit einem gemeinwohlorientierten Zahlungsmittel zu experimentieren. Toll wäre gewesen, wenn eine der älteren Klassen das Projekt aufgegriffen hätte. Woran es jedoch gleich zu Anfang scheiterte, war eine regelrechte Empörung von engagierten Waldorfeltern, die ihr Engagement durch eine wie auch immer geartete Bezahlung abgewertet sahen, frei nach dem Motto „geben ist seliger denn nehmen.“ Nach meinem Verständnis besteht das Leben jedoch aus Geben UND Nehmen, aus einer Begegnung auf Augenhöhe, soweit möglich.
Aufgrund dieser und ähnlicher Erfahrung kann ich bis zu einem gewissen Grad Verständnis für jene Menschen aufbringen, die sich während der Coronakrise über "Corona-Leugner" empört haben. Hatten sie doch unter dem Einfluss der Massenmedien ernsthaft an die Gefahr einer Pandemie geglaubt.
Kommt dann noch mangelndes Selbstwertgefühl dazu, eine chronische Krankheit der Menschheit, wie ich meine, dann ist die eigene Opferbereitschaft ein Mittel, sich gut zu fühlen, und sich jenen, die diese Bereitschaft nicht zeigen, moralisch überlegen zu fühlen. Und wer ihre Opferbereitschaft in Frage stellt, kratzt natürlich an dieser Illusion der Überlegenheit.
Preisfrage: Aus welchen wahren Motiven heraus tue ich irgendetwas für die Allgemeinheit? Die Antwort führt uns überraschenderweise in den nächsten Teilen dieses Artikels zur Antwort auf die Frage, warum die Pandemie- und Impfpanikmache funktioniert. Es hat natürlich auch mit Angst zu tun, aber eben nicht nur mit der Angst.
















