Die Pharmaindustrie als der entscheidende Hemmschuh

(Teil 3 von 10) Der Mensch ist grundsätzlich ein soziales Wesen. Die weltweite Impfpropaganda kann deshalb auf einer im Grunde positiven Eigenschaft der meisten Menschen aufsetzen: Der Bereitschaft, sich für das Gemeinwohl einzusetzen oder sogar Opfer zu erbringen. Der Deutsche scheint diesbezüglich besonders ansprechbar zu sein – und ist damit gleichzeitig auch manipulierbarer als andere Völker.
Die Pharmaindustrie als der entscheidende Hemmschuh
Im Jahr 1911 gab es in Deutschland einen ersten Versuch, Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit von Arzneimitteln einschließlich Impfungen auszuwerten, indem man eine ärztliche Arzneimittel-Kommission gründete. Die Kommission veröffentlichte Listen der von ihr bewerteten Arzneimitteln im ärztlichen Vereinsblatt.
Die Industrie reagierte darauf jedoch nicht erfreut und drohte, sämtliche Werbeanzeigen einzustellen, sollten die Mitteilungen der Kommission weiter über das Vereinsblatt verbreitet werden. Die Pharmaindustrie hatte also bereits damals einen enormen Einfluss auf die Ärzteschaft und damit auf die Wahrnehmung und Entschädigung von Impfschäden. [1] Dazu kam, dass die Pockenimpfung eine wichtige Einnahmequelle für viele Ärzte war. Die Möglichkeit von Impfschäden konnte also sich aus mindestens zwei Gründen nicht im Bewusstsein der meisten Ärzte festsetzen.
Weitere Versuche, Nebenwirkungen und Impfschäden zu erfassen, erwiesen sich ebenfalls als sehr zäh. Eine 1923 gegründete „Gemeinsame Arzneimittel-Kommission der Ärzte und Krankenkassen“ scheitert schließlich an der Bereitschaft der Krankenkassen, dafür Mittel bereitzustellen.[2] Allerdings waren die wirtschaftlichen Umstände in den Nachkriegsjahren auch sehr schwierig.
Kürzlich hatte ich in den "Ärztliche Mitteilungen" der Bundesärztekammer aus dem Jahr 1955 recherchiert. Diese wichtige Mitteilungen für Ärzte waren voller Fremdwerbung der Pharma und auch für Rauchwaren. Gleichzeitig wurde in Artikeln über die möglichen schädlichen Wirkungen des Rauchens spekuliert.
Natürlich ist es ein wenig zu einfach, "der Pharma" und ihrer bekannten Skrupellosigkeit allein die Schuld zu geben, auch wenn das Budget der rein gewinnorientierten multinationalen Konzerne das mancher Staaten übertrifft.
Das Problem scheint vielmehr systembedingt zu sein. Eine zentrale Frage wäre deshalb, wie wir unsere Ärzte und die Ärzteverbände finanziell unabhängiger und damit weniger anfällig für Fremdbeeinflussung machen könnten. Derzeit kann von Unabhängigkeit keine Rede sein - und mit jeder "Gesundheitsreform" wird es schlimmer.
Die Art und Weise, wie der Gesetzgeber und auch die lobbyistengesteuerten Ärzteverbände in die Beziehung zwischen Arzt und Patient hineinregieren, und zwar mit jeder "Gesundheitsreform" ein oder zwei Stückchen mehr, halte ich sogar für verfassungswidrig. Eine echte Reform
- würde den Krankenversicherungen volle Entscheidungsfreiheit über ihren Leistungskatalog zugestehen
- die Gründung neuer Arten von gesundheitlichen Solidargemeinschaften fördern (statt zunehmende Zentralisierung)
- würde die Abrechnung der ärztlichen Leistungen von Pauschal bzw. Diagnose auf angemessene Abrechnung des Zeitaufwandes umstellen. Wenn sich der Arzt z. B. für die Erstanamnese zwei Stunden zeit nimmt, muss er das angemessen mit dem Patienten bzw. dessen Kasse abrechnen können
- würde den Gemeinsamen Bundesausschuss (Spitzname: "Zentralkomitee des Gesundheitswesens") und die kassenärztlichen Vereinigungen, die sich zwischen Arzt und Kasse drängen, streichen
- würde, wenn wir schon dabei sind, die STIKO gleich mit
Es ist einfach nur pervers, dass eine scheinbar allmächtige Pharmaindustrie uns über ihre Lobbyisten in Politik, Verbänden und Medien vorschreiben will, welchem Heilberufler wir vertrauen dürfen, was dieser Heilberufler uns vorschlagen darf und was er abrechnen darf. Und vor welcher von ihr selbst geplanten "Pandemie" wir Angst haben sollen.
Echte Reformen sind von den Altparteien, die dieses korrupte System mit zu verantworten haben, nicht zu erwarten. Was ist also mit der AfD? Am 3. Juli plant die AfD im Bundestag ein Symposium über ihre Reformvorschläge. Die Ankündigung lässt vermuten, dass man das Problem der systembedingten Korruption im Gesundheitswesen gar erst nicht ansprechen wird.
Ich fürchte, dass auch die AfD, sollte sie je Regierungspartei werden, statt das Problem an der Wurzel zu packen, mit Reformen genauso an der Oberfläche kratzen und "verschlimmbessern" wird wie ihre Vorgänger. Selbst wenn ich in der Nähe von Berlin wohnen würde, glaube ich kaum, dass eine Teilnahme am Symposium ein Gewinn für mich und für die Sache wäre. Leider.
Echte Reformen sind von keiner der derzeit im Bundestag vertretenen Parteien zu erwarten. Und Splitterparteien, sollten sie bessere Reformvorstellungen auf Glanzpapier besitzen, haben derzeit kaum eine Chance, die Fünf-Prozent-Hürde zu schaffen. Sorry, wenn ich im Moment reichlich pessimistisch gestimmt bin...
Fortsetzung folgt!
[1] Bruno Müller-Oeringhausen: „Die Arzneimittel-Kommission der Deutschen Ärzteschaft - Im Spannungsfeld der Interessen von Ärzteschaft und Pharmazeutischer Industrie. Eine Geschichte von Erfolgen und Niederlagen 1911-2010.“ www.akdae.de

















